Rückblick 2007-2009

Lieber Leser und liebe Leserinnen,

im Oktober 2007 konnte mit dem Bau der Schule begonnen werden.
Als Koordinator und Hüter der Baustelle setzen wir vor Ort Herrn P. Ray ein, damit kein Baumaterial „verloren“ ging und der Bau zügig vorangehen konnte.

Die Schule Dezember 2007.

Das Einweihungsfest

Zu unserer großen Überraschung konnten wir bereits im Dezember 2007 das schöne Einweihungsfest feiern, an dem wir auch die in Deutschland gesammelten, mitgebrachten Kleidungsstücke an die Kinder verteilten. Die Kinder machten große Augen und staunten über all die schönen Sachen.
Damals hielten wir auch eine kleine Ansprache, bei der wir u.a. erwähnten, dass dieses Schulgebäude nicht nur der Bildung ihrer Kinder zugute kommen sondern auch als Zufluchtsort für die Dorfbewohner dienen solle.

Das Jahr 2009

Letzteres bewahrheitete sich tatsächlich, denn eine furchtbare Naturkatastrophe, der Zyklon „Aila“ im August 2009 zerstörte alle Lehmhütten der ganzen Umgebung, und es kam zu riesigen Überflutungen. Hunderte von Menschen retteten sich auf das Flachdach unserer Schule und mussten dort tagelang bei Sturm und Regen ohne Essen und vor allem ohne Trinken ausharren. Sie retteten nur ihr nacktes Leben.

Der Brunnenbau

Dieses Ereignis gab uns den Anlass, noch im selben Jahr einen Brunnen gleich neben der Schule bohren zu lassen.  Damit die Menschen auch an sauberes Trinkwasser bei zukünftigen Überschwemmungen gelangen, hatte mein Mann die wunderbare Idee, die Handpumpe erhöht, d.h. auf einem ca. 2,50m hohen Podest anzubringen. Man musste 300m in die Tiefe bohren, um einwandfreies, sauberes Trinkwasser zu gewinnen (wurde auch von der Regierung getestet), da die ganze Gegend in den Sundarbans mit Arsen verseucht ist.
Die Industrien sind zwar weit entfernt, aber die Fabriken leiten ungeklärt und ungefiltert ihre verschmutzten Abwässer in die Flüsse, und so gelangen sie auch in dieses Gebiet.

Noch im selben Jahr konnten wir das Schulgebäude dank einer großzügigen Spende des Chefs meines Mannes aufstocken lassen.
Es entstanden außer dem schon fertigen großen Unterrichtsraum in der Parterre und der Küche noch weitere 2 kleine Unterrichtsräume mit schmalem Vor- und Hinterzimmer und Toilette mit primitivem Bad wie auch im Untergeschoß schon vorhanden.

Lehrerin mit Schülern.

Anstieg der Schülerzahl

Inzwischen war die Schülerzahl auf 80 gestiegen, was uns sehr erfreute.
Wir stellten auch eine homöopathische Ärztin ein, die die Kinder wöchentlich untersuchte und deren Familien betreute.
Ältere Kinder, die sich keine Nachhilfe, das sog. „Coaching“ leisten konnten, erhielten dieses nun kostenlos bis zur 6.Klasse.

Die ersten Jahre waren sehr ereignisreich, und wir sind sehr froh, dass wir gemeinsam so vielen Menschen helfen konnten.

Mit besten Wünschen

 A. & C. Ghosh

 

Merken

Merken

WRITTEN BY:

Sorry, the comment form is closed at this time.